Architektur

Design Post

 

Moderne Architektur trifft Industriedenkmal

Die sieben so genannten Dreigelenkbogenhallen sind 1913 im Auftrag der Post entstanden und wurden 2005 unter Beachtung ihrer historischen Bedeutung aufwändig modernisiert und zu einem großzügigen und lichten Ausstellungsgebäude umgebaut. Früher dienten sie als Paketverteilzentrum und befinden sich direkt gegenüber dem Bahnhof Köln-Deutz und der Messe.

Die architektonische Qualität und die räumliche Weite machen dieses Gebäude zu einem schützenswerten Denkmal. Mit viel Sorgfalt und Inspiration ist der Plan für die Renovierung und die neue Nutzung entstanden. Die Architekten des beauftragten Planungsbüros O III architecten aus Amsterdam erkannten die Chance, mit der Erhaltung des Gebäudes, einen Raum mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre zu schaffen, der ideal für Ausstellungen und Events ist.

Insbesondere die integrierten langen Gebäudekörper, die brückenartig ein Zwischengeschoss bilden, schaffen einen Mehrwert an Interieur, Funktionalität und Intimität. Dabei sind die eingezogenen Emporen keine bloßen Gestaltungselemente der Architekten, die zufällig entstanden sind. Die heutige Architektur schafft eine bewusste Anlehnung an die einstige Nutzung des Gebäudes: Die Brücken wurden exakt dort positioniert, wo früher die Postzüge standen und symbolisieren durch die weiten Durchgänge die offenen Türen der historischen Züge. So würdigt die Architektur die Geschichte des Ortes auf einfühlsame Weise.